Was könnten KI und autonome Fahrzeuge für den Behindertentransport leisten?

Verfasst von DDS Wireless

28. September 2018

Schon ein kurzer Blick auf die neuesten Nachrichten aus dem Verkehrsbereich zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) und autonome Fahrzeuge (AVs) im Verkehrssektor für große Veränderungen sorgen werden. Viele Fuhrparkmanager und Verkehrsbetriebe verfolgen aufmerksam die weltweit laufenden Pilotprojekte mit autonomen Fahrzeugen und planen, wie sie die Technologie in ihre Flotten integrieren können. 

Die Begeisterung für autonome Fahrzeuge wird meist durch Berichte über futuristische Privatfahrzeuge oder optimierte öffentliche Verkehrsmittel geweckt, doch darf man einen Bereich nicht übersehen, in dem autonome Technologien den größten Nutzen bringen könnten: den Behindertentransport. Sowohl KI als auch autonome Fahrzeuge bergen echtes Potenzial, die Mobilität für Nutzer des Behindertentransports zu verbessern. 

Autonome Fahrzeuge ermöglichen Spontaneität 

Für Menschen mit Behinderung, die auf bedarfsorientierte Paratransit-Dienste angewiesen sind, geht oft der Spaß und die Bequemlichkeit spontaner Fahrten verloren. Anstatt einfach aus einer Laune heraus irgendwohin fahren zu können, müssen Paratransit-Nutzer ihre Fahrten im Voraus und innerhalb eines festgelegten Zeitplans buchen. Das bedeutet oft sogar, dass eine Fahrt ein oder zwei Tage im Voraus geplant werden muss.   

Sind autonome Fahrzeuge eine Lösung für dieses Problem? Die vorläufige Antwort scheint „Ja“ zu lauten – insbesondere wenn man Fahrzeuge der Autonomiegrade vier und fünf betrachtet (die ohne menschliche Hilfe selbstständig fahren können). Ende 2019 – Anfang 2020 führten Waymo und Valley Metro ein Pilotprojekt durch, um Paratransit-Dienste mit autonomen Fahrzeugen anzubieten. Die meisten Teilnehmer fühlten sich in einem autonomen Fahrzeug sicher, empfanden den Service als bequem und würden es begrüßen, wenn autonom gefahrene Fahrten zu einer dauerhaften Option würden. In einem Schritt, der die Möglichkeiten autonomer Fahrzeuge für Reisende mit eingeschränkter Sicht deutlich macht, wurde bei früheren Tests von Googles selbstfahrendem Fahrzeug sogar ein blinden Fahrer hinter dem Steuer. 

 Doch obwohl autonome Fahrzeuge offenbar in der Lage sind, Menschen mit Behinderungen zu befördern, gibt es noch Herausforderungen, die bewältigt werden müssen: 

  1. Kosten: Zwar sinken die Kosten für AV-Technologie, doch der Anschaffungspreis könnte weiterhin erschreckend hoch. AVs müssen für die Fahrgäste, die sie am dringendsten benötigen, erschwinglich sein.  
  2. Barrierefreiheit: Das Bild, das viele Menschen von autonomen Fahrzeugen haben, ist das von schnittigen Hightech-Fahrzeugen, die direkt aus einem Science-Fiction-Film stammen könnten. Um den Bedürfnissen von Fahrgästen mit Behinderungen gerecht zu werden, müssen autonome Fahrzeuge jedoch mehr als nur stilvoll sein – sie müssen barrierefrei und für den Transport von Rollstühlen ausgerüstet sein. Diese Benutzerfreundlichkeit sollte von Anfang an berücksichtigt werden.  
  3. Komfort: Verständlicherweise sind die derzeit getesteten autonomen Fahrzeuge so programmiert, dass sie konservativ und vorsichtig fahren und sich strikt an alle Verkehrsregeln halten. Diese Fahrweise ist unrealistisch und langsam, was dazu führt, dass frustrierte Autofahrer. AVs der Zukunft müssen sich eher wie Menschen verhalten und in der Lage sein, mit unerwartetem menschlichem Verhalten umzugehen. 

KI verbessert die Lebensqualität 

Als wichtigster Mobilitätsdienst für Menschen mit Behinderung muss der Paratransit-Dienst rationalisiert und optimiert werden. Technologie kann dabei helfen. Die meisten Paratransit-Fahrten werden telefonisch gebucht, und die geplanten Routen sind anfällig für Verspätungen. Dispositionssysteme, die KI nutzen, bieten eine Lösung für diese Ineffizienzen. ADEPT IQ, unsere Software-as-a-Service-Lösung der nächsten Generation für Paratransit und bedarfsorientierten Nahverkehr, nutzt Cloud-basierte Technologie und KI, um Paratransit-Behörden einen hocheffizienten Betrieb zu ermöglichen, der den Bedürfnissen ihrer Paratransit-Kunden gerecht wird. Unsere revolutionären KI-basierten Algorithmen ermöglichen es Verkehrsbetrieben, Fahrgemeinschaften in großem Maßstab* anzubieten, die Fahrzeugauslastung zu maximieren und Leerfahrten zu minimieren, während sie gleichzeitig ihre Verpflichtungen gegenüber den Kunden hinsichtlich der Pünktlichkeit erfüllen. Darüber hinaus ermöglicht die kontinuierliche Optimierungs-Engine von ADEPT IQ den Verkehrsbetrieben, in Echtzeit auf Änderungen wie neue Buchungen/Stornierungen, Verkehrsstaus und Wetterbedingungen zu reagieren. Erste Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen, dass diese Technologie den Paratransit zu einer bequemeren und praktikableren Wahl machen könnte. 

KI soll zudem das Leben von Menschen mit Behinderungen auf direktere Weise verbessern. Zum Beispiel Seeing AI ist eine von Microsoft entwickelte sprechende Kamera-App, die blinden Nutzern die Welt beschreibt. Die zunehmende Verbreitung von freihändig bedienbaren Smart-Lautsprechern ist eine weitere Form von KI, die Leben verändern kann. Virtuelle Assistenten wie Google Home und Amazon Echo ermöglichen es Nutzern, allein mit ihrer Stimme im Internet zu suchen, Fragen zu stellen, Erinnerungen einzurichten und vieles mehr. Die Integration dieser Technologien in das Nahverkehrssystem, sowohl in Fahrzeugen als auch an Bahnhöfen, ist eine bislang ungenutzte Chance, das Leben von Reisenden mit Behinderungen zu verbessern. 

Wenn es um Fortschritte in der Technologie für autonome Fahrzeuge und künstliche Intelligenz geht, konzentriert sich die Diskussion meist auf die Vorteile für nicht behinderte Fahrgäste. Es ist wichtig, auch die enormen Vorteile zu berücksichtigen, die diese Technologien für Nutzer von Behindertentransportdiensten bieten können, und bereits in den frühen Phasen der KI- und AV-Revolution Pläne für deren Umsetzung zu entwickeln. 

* Wird von Nordamerikas größtem Verkehrsunternehmen eingesetzt, um täglich über 30.000 Fahrten im Behindertentransport durchzuführen 

Läuft die Abwicklung Ihrer Dienstleistungen optimal? Könnte Ihre Kapazitätsplanung eine Verbesserung vertragen? Kontaktieren Sie uns oder buchen Sie eine Demo , um zu erfahren, wie ADEPT IQ Ihren Paratransit-Service verbessern kann. 

Bild: Waymo 

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