12. Oktober 2018
Autonome Fahrzeuge stehen im Zusammenhang mit der Zukunft des Flottenmanagements stark im Fokus der Medien, doch ihre flächendeckende Einführung lässt noch auf sich warten. Flottenmanager suchen heute nach Wettbewerbsvorteilen, insbesondere wenn es darum geht, Kosten zu senken und die ökologischen Auswirkungen zu begrenzen. Wo können sie nach dem nächsten Wettbewerbsvorteil suchen?
Die Antwort könnte in der Umstellung auf Elektrofahrzeuge liegen. Taxiunternehmen, Versorgungsunternehmen und Lieferflotten auf der ganzen Welt stellen auf Elektrofahrzeuge (EVs) um und profitieren davon. Insbesondere europäische Taxiunternehmen stellen auf Elektroantrieb um, wobei Amsterdam eine interessante Fallstudie darstellt. Die Stadt hat über 2.800 Ladestationen installiert – und plant, diese Zahl in naher Zukunft auf 4.000 zu erhöhen –, während sie gleichzeitig Dieselfahrzeuge aus ihrer zentralen Umweltzone verbannt. Infolgedessen sind bereits fast 20 % aller Amsterdamer Taxis elektrisch.
Ist Ihr Unternehmen das nächste, das sich dieser elektrischen Revolution anschließt? Der Verzicht auf fossile Brennstoffe könnte einfacher sein, als Sie denken.
Warum sollten Sie Ihre Flotte auf Elektroantrieb umstellen? Einer der wichtigsten Aspekte sind die Kosten. Da sowohl die Kraftstoff- als auch die Versicherungskosten steigen, ist der Betrieb von Flotten teurer denn je. Taxiunternehmen müssen kreative Wege finden, um Kosten zu sparen, insbesondere angesichts der Konkurrenz durch Dienste wie Fahrdienstvermittlungen. Elektrofahrzeuge könnten die Lösung für dieses Problem sein. Mit einem Wirkungsgrad von 73 % – im Vergleich zu nur 13 % bei herkömmlichen Fahrzeugen – sind vollelektrische Fahrzeuge bei der effizienten Energienutzung ihren traditionellen Pendants weit überlegen und schonen so Ihren Geldbeutel.
Elektrofahrzeuge sind zudem so konzipiert, dass sie möglichst lange auf der Straße bleiben und selten in die Werkstatt müssen. Im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verfügen Elektrofahrzeuge über deutlich weniger bewegliche Teile, was ein geringeres Ausfallrisiko und weniger Reparaturen bedeutet.
Das erste Tesla-Taxi Nordamerikas nahm beispielsweise 2014 in Québec City den Betrieb auf und erreichte im August 2016 eine Laufleistung von 100.000 Meilen (160.934 Kilometer). Da es in der Stadt keinen Tesla-Supercharger gab, lud Besitzer Christian Roy das Fahrzeug zu Hause auf, was ihn nach eigenen Angaben über die gesamte Strecke rund 3.660 US-Dollar kostete. Im Gegensatz dazu hatte sein vorheriges Fahrzeug jeden Monat 700 Dollar an Benzinkosten verursacht. Rechnet man die achtjährige Garantie von Tesla ohne Kilometerbegrenzung hinzu, sei das teure Model S seiner Meinung nach unglaublich kostengünstig gewesen.
Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge kann auch weitere Vorteile für Ihren Fuhrpark, Ihre Fahrer und Ihr Unternehmen mit sich bringen. Der Umstieg auf eine Elektroflotte kann das Image eines Unternehmens verbessern, insbesondere bei einer Kundschaft aus der Generation der Millennials, die eher dazu neigt, umweltfreundlich einzukaufen. Eine Studie hat gezeigt, dass das Fahren von Elektrofahrzeugen für die Fahrer aufgrund des fehlenden Motorengeräuschs tatsächlich weniger stressig ist, während der Verzicht auf fossile Brennstoffe zur Verbesserung der körperlichen Gesundheit beiträgt, indem die Belastung der Fahrer durch giftige Abgase um die Hälfte reduziert wird.
Elektrofahrzeuge könnten Ihrem Unternehmen Kosten einsparen, neue Kunden anziehen und die Arbeitsbedingungen für Ihre Fahrer verbessern. Wäre die Umstellung jedoch ein Kinderspiel, hätte sie längst jeder vollzogen. Der Ausbau der Elektromobilität ist mit Anlaufschwierigkeiten verbunden, und es ist wichtig, diese Hürden zu berücksichtigen, während Sie sich auf den Umstieg auf Elektrofahrzeuge vorbereiten.
Zwar können sich die Betriebs- und Wartungskosten von Elektrofahrzeugen positiv auf Ihr Geschäftsergebnis auswirken, doch sind die Anschaffungskosten für ein Elektrofahrzeug im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen hoch. Aus diesem Grund lohnt es sich, vor der Umstellung zu prüfen, ob in Ihrer Region ein Förderprogramm angeboten wird. So bot beispielsweise ein Pilotprojekt in der Stadt Coventry Taxiunternehmen einen Rabatt von 2.500 £ für die Bestellung von Elektrotaxis, kostenloses Laden und provisionsfreie Fahrpreise bei Buchungen über Taxi-Apps. Auch Amsterdam bot bis 2017 Zuschüsse in Höhe von 5.000 € für Elektrotaxis an, beendete dieses Programm jedoch, da die breite Akzeptanz den Anreiz überflüssig machte. Fuhrparkmanager müssen sich über die in ihrer Region verfügbaren Rabatte informieren und sich bei den lokalen Behörden dafür einsetzen, dass Anreize geschaffen werden, falls diese derzeit noch nicht vorhanden sind.
Zwar lassen sich die Anschaffungskosten für ein Elektroauto durch Rabattprogramme senken, doch nützen diese Rabatte nichts, wenn es entlang Ihrer Routen an Ladeinfrastruktur mangelt. Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos wächst jedoch rasant. Das jüngste Infrastruktur-Finanzierungspaket in den USA sieht 7,5 Milliarden Dollar für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vor.
Die langfristigen Einsparungen – sowohl finanzieller als auch ökologischer Art – machen die Umstellung auf Elektrofahrzeuge zu einer überzeugenden Option. In Regionen, in denen es keine Förderprogramme gibt oder die Infrastruktur nur begrenzt vorhanden ist, sollten Taxiunternehmen eine Vorreiterrolle übernehmen und die lokalen Behörden dazu ermutigen, in den Bereich der Elektrofahrzeuge zu investieren.
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Bild: Shutterstock / EQRoy
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