26. Oktober 2018
Autonome Fahrzeuge (AVs) und Anbieter von fahrerlosen Taxis sind disruptive Akteure, die die Transportbranche auf tiefgreifende und unvorhersehbare Weise verändern werden. Die kalifornischen Aufsichtsbehörden haben kürzlich den Betrieb von kostenpflichtigen fahrerlosen Taxis in San Francisco genehmigt, was die Bedeutung behördlicher Genehmigungen für die Entwicklung der Technologie für autonome Fahrzeuge unterstreicht. Zudem setzen Unternehmen wie Waymo in verschiedenen US-Städten, darunter Los Angeles und San Francisco, fahrerlose Fahrzeuge ein. Für Flottenmanager, die der Entwicklung einen Schritt voraus sein wollen, ist es wichtig, den Überblick darüber zu behalten, wer im Bereich der autonomen Fahrzeuge eine Rolle spielt. Hier sind sechs Vorreiter der AV-Technologie, die Sie kennen sollten – von großen Akteuren bis hin zu agilen Start-ups.
Von diesen drei Unternehmen wird man im Zuge der kommenden AV-Welle noch viel hören, zumal sie bei der Entwicklung und Einführung selbstfahrender Autos und fahrerloser Taxis eine Vorreiterrolle einnehmen. Dank ihrer soliden finanziellen Basis sind sie am ehesten in der Lage, innerhalb der nächsten zehn Jahre autonome Fahrzeuge für den Massenmarkt auf den Markt zu bringen.
Waymo wurde 2009 als Tochterunternehmen von Google gegründet. Die Fahrzeuge des Unternehmens haben bereits über 10 Millionen Meilen zurückgelegt und sind damit mit Abstand die Nummer eins, was die zurückgelegten Kilometer angeht. Waymo hat bedeutende Fortschritte im Bereich des autonomen Fahrens erzielt, sodass das Unternehmen rund um die Uhr selbstfahrende Taxis anbieten kann. Das Unternehmen hat sich auf Tests in den USA konzentriert und in sechs Bundesstaaten und 25 Städten Kilometer zurückgelegt, darunter auch in der anspruchsvollen San Francisco Bay Area. Was Waymo einzigartig macht, ist, dass das Unternehmen seine gesamte autonome Sensorik selbst entwickelt und damit die Kosten erheblich senkt. Da die ersten kommerziellen selbstfahrenden Taxis in Kürze auf den Markt kommen sollen, ist Waymo ein Unternehmen, das man im Auge behalten sollte.
Die „Big Three“ der Automobilhersteller (Ford, GM und Chrysler) sind seit jeher feste Größen in der Automobilbranche und haben in Sachen autonome Fahrtechnologie nicht geschlafen. Mit einer massiven finanziellen Unterstützung (über 1 Milliarde Dollar) sticht GM als Spitzenreiter unter den „Big Three“ hervor. Im Gegensatz zu Waymo baut GM seine eigenen Fahrzeuge für autonome Testfahrten und nutzt derzeit den Elektro-Chevy Bolt als Plattform, wodurch der breitere Einsatz von Elektroautos gefördert wird. Durch kluge Übernahmen von Technologieunternehmen konnte GM zudem schnell eine eigene Sensortechnologie entwickeln und an die Spitze aufsteigen. Flottenmanager sollten GMs für 2019 geplanten fahrerlosen Taxidienst genau im Auge behalten.
Platz drei auf der Liste ist vielleicht nicht unbedingt der, den man erwarten würde, aber dennoch ist das Unternehmen ein wichtiger Akteur in der Revolution der autonomen Fahrzeuge. Baidu ist das chinesische Pendant zu Google und hat, wie sein amerikanisches Pendant, massiv in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge investiert. Im Gegensatz zu amerikanischen Unternehmen konzentriert sich Baidu jedoch vor allem auf autonome Minibusse und plant die Einführung eines kommerziellen Busdienstes sowohl in China als auch in Japan. Mit Erfolgen in China und im Ausland ist Baidu seinen amerikanischen Konkurrenten dicht auf den Fersen und sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Während die großen Akteure wie Waymo die meiste öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, bleiben zahlreiche Start-ups im Bereich der autonomen Fahrzeuge zwar unter dem Radar, sind aber dennoch fest in der Branche der Fahrzeugautomatisierung etabliert. Diese drei jungen Unternehmen setzen mit ihren Robotertaxis und anderen fahrerlosen Konzepten neue Maßstäbe.
Die meisten Unternehmen, die bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge eine Vorreiterrolle einnehmen, rüsten bestehende Fahrzeuge mit autonomer Technologie nach. Zoox, ein kleines Start-up, das 2014 gegründet wurde, verfolgt einen anderen Ansatz. Ihr autonomes Fahrzeug wurde vollständig im eigenen Haus entwickelt und ist eigentlich kein Auto im herkömmlichen Sinne. Es gab jedoch Bedenken, ob die Fahrzeuge von Zoox Rettungsfahrzeugen im Straßenverkehr ordnungsgemäß Vorfahrt gewähren. Der Prototyp des fahrerlosen Fahrzeugs von Zoox ist vollelektrisch und bidirektional, was bedeutet, dass es im rechten Winkel manövrieren kann, ohne tatsächlich zu wenden. Das Fahrzeug ist zudem nicht einmal mit einem Lenkrad ausgestattet; stattdessen bieten zwei einander gegenüberliegende Sitzbänke Platz für Menschen. Mit starker finanzieller Unterstützung ist Zoox ein Unternehmen, das man nicht ignorieren sollte. Das Ziel ist es, irgendwann im Jahr 2020 einen fahrerlosen Fahrdienst in Betrieb zu nehmen und der Öffentlichkeit fahrerlose Fahrten anzubieten.
Dieses Start-up arbeitet an einem autonomen Fahrzeug, das erhebliche Auswirkungen auf die Paketzustellbranche haben könnte. Nuro wurde 2016 von zwei ehemaligen Google-Ingenieuren gegründet und arbeitet an einer autonomen Lösung für die „Last Mile“ sowie lokale Zustelldienste unter Einsatz selbstfahrender Autos. Allerdings gab es Bedenken hinsichtlich möglicher Probleme zwischen den Fahrzeugen von Nuro und der Feuerwehr. Ihre Vision ist ein kleiner, fahrerloser Pod namens R1. Der Pod bietet keinen Platz für einen menschlichen Insassen; stattdessen besteht er aus Fächern, die mit Waren für die Lieferung an Haushalte befüllt werden können. Wie Zoox beschreitet auch Nuro neue Wege und baut sein autonomes Fahrzeug von Grund auf neu. Eine kürzlich geschlossene Partnerschaft mit Kroger zur Bereitstellung autonomer Lebensmittellieferungen bedeutet, dass wir ihre Fahrzeuge wahrscheinlich bald auf den Straßen sehen werden.
Das Silicon Valley ist nicht der einzige Hotspot für Start-ups im Bereich autonomer Fahrzeuge; das nächste Unternehmen stammt aus Europa und sorgt ebenfalls für Aufsehen in der Branche. EasyMile wurde 2014 gegründet und ist kürzlich Partnerschaften mit einigen großen Akteuren der europäischen Automobilindustrie eingegangen. Das Unternehmen verfolgt einen eher praktischen Ansatz bei autonomen Fahrzeugen und konzentriert seine Entwicklung auf einen fahrerlosen Minibus namens EZ10, der bis zu 15 Personen befördern kann und speziell für den Last-Mile-Transport geeignet ist. Der EZ10 ist bereits in 20 Ländern in Asien, Nordamerika und Europa im Einsatz.
Ob es sich nun um ein großes, finanzstarkes und sehr bekanntes Unternehmen oder um ein agiles Start-up handelt, das sich eher im Hintergrund hält – dies sind sechs Unternehmen, die Flottenmanager und Verkehrsbetriebe im Auge behalten sollten. DDS unterstützt Ihre Organisation dabei, sich auf die Zukunft des autonomen Fahrens vorzubereiten.
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