3 Smart-City-Konzepte, die sich auf den Behindertentransport auswirken könnten

Verfasst von DDS Wireless

28. Mai 2018

Der bedarfsorientierte Nahverkehr ist ein wesentlicher Bestandteil einer intelligenten Stadtplanung. In jeder Stadt, die ein gerechtes und effizientes Nahverkehrssystem schaffen will,– alternative Verkehrsmittel, die für Menschen mit Behinderung zugänglich sind – ebenfalls innovativ sein und sich mit technologiegestützten Lösungen modernisieren. Da immer mehr Verkehrsbetriebe den Schritt hin zu umfassenden Mobilitätsagenturen vollziehen, gibt es eine Reihe von Smart-City-Konzepten, die einen positiven Einfluss auf den Paratransit haben könnten.

Vernetzter denn je

Neue digitale Technologien und mobile Apps, die auf Open Source und Big Data basieren, bieten enorme Möglichkeiten, das Leben der Nutzer von Behindertentransportdiensten zu verbessern. Google hat sich kürzlich mit Verkehrsbetrieben zusammengetan , um in Google Maps eine Funktion für rollstuhlgerechte Routen anzubieten. Google plant, diese Funktion – die derzeit für Boston, New York und London verfügbar ist – in naher Zukunft auf andere Großstädte auszuweiten. Im Jahr 2017 startete die New Yorker Metropolitan Transit Authority (MTA) ein Pilotprogramm , um On-Demand-E-Hail-Dienste für Nutzer von Paratransit-Dienstendie erste Initiative dieser Art in der Stadt. Eine einzige, einheitliche Paratransit-App soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Die Entwicklung technologiegestützter mobiler Apps und webbasierter Dienste, die darauf abzielen, Mobilitätsbarrieren zu beseitigen und die Barrierefreiheit in Echtzeit zu verbessern, ist ein Smart-City-Konzept, das häufige Probleme für Nutzer von Behindertentransportdiensten lindern könnte. Da Mobilität für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen oft ein Hindernis darstellt, intelligente Technologien das Potenzial, Kosten zu senken, Reisezeiten zu verkürzen und häufige Frustrationen im Bereich des Behindertentransports zu beseitigen.

Gesunder Wettbewerb

Mitfahrdienste sind ein weiteres Smart-City-Konzept, das bereits Auswirkungen auf den Behindertentransport hat. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Mitfahrdiensten wie Lyft und Uber müssen Anbieter von Behindertentransporten ihr Geschäftsmodell anpassen, um einen schnelleren und besseren Service anbieten zu können.

Die Paratransit-Dienste müssen verbessert und modernisiert werden, indem man sich Mobilitätslösungen zunutze macht, die vom Ride-Sharing inspiriert sind, wie beispielsweise bedarfsorientierte Fahrplanplanung, benutzerfreundliche Apps und vernetzte Fahrzeuge. Durch die Umsetzung eines moderneren Ansatzes für Paratransit-Dienste kann die Branche wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig den Nutzern dieser Dienste einen besseren Service bieten.

Komplettlösungen

Ähnlich wie beim Konzept des Mitfahrens wirkt sich die integrierte Mobilität bereits in vielen städtischen Zentren auf den Behindertentransport aus. Basierend auf dem Gedanken, dass eine Fahrt mehr als ein Verkehrsmittel umfassen kann – vom Auto über den Zug bis zum Bus –, zielt die integrierte Mobilität darauf ab, unterschiedliche Systeme zu einer einzigen Lösung zu verknüpfen. Angesichts des anhaltenden Trends in Smart Cities hin zu Systemen, die eine zentrale, durchgängige Lösung für öffentliche und private Mobilitätsdienste bieten, gewinnt die planerische Integration des Behindertentransports zunehmend an Bedeutung.

Da bestimmte Städte in den Vereinigten Staaten bereits Fahrten über Mitfahrplattformen zu und von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs subventionieren, um Parkplatzengpässe und Gesamtkosten zu reduzieren, ist es nicht verwunderlich, dass dasselbe Prinzip nun auch zur Integration von Paratransit- und Mitfahrdiensten angewendet wird. Die Transportation Authority of Massachusetts Bay bietet eine Subvention von 13 Dollar für Paratransit-Fahrten an, die von Lyft oder Uber durchgeführt werden – was für die Stadt immer noch 70 % günstiger ist als bestehende Paratransit-Dienste. Die Verknüpfung von Mitfahrgelegenheiten mit Zügen und Bussen ist für Paratransit-Nutzer ebenso entscheidend wie für nichtbehinderte Reisende.

Es bleiben Herausforderungen

Obwohl Mitfahrdienste die Kosten senken und den Nutzern von Behindertentransporten einen schnelleren und besseren Service bieten, verfügen die Fahrer von Mitfahrdiensten oft nicht über die erforderliche Ausbildung und Qualifikation für den Behindertentransport, und viele Fahrzeuge von Mitfahrdiensten sind nicht rollstuhlgerecht. Da die Nachfrage nach Paratransit-Diensten in Städten wie London das Angebot übersteigt, müssen Paratransit- und Taxidienste ihre Flotten weiterhin um Fahrzeuge erweitern. Verkehrsbetriebe können wettbewerbsfähig bleiben, indem sie integrierte Technologiesysteme einsetzen, die Wartezeiten bei der Erreichung einer Vermittlungszentrale verkürzen, Fahrgästen die Buchung in Echtzeit ermöglichen, die Zahl der abgelehnten Fahrten reduzieren und die Kosten senken.

Ein städtisches Zentrum kann sich nicht wirklich als „smart“ bezeichnen, wenn nicht sichergestellt ist, dass alle Einwohner gleichberechtigten Zugang zu Verkehrsmitteln und öffentlichen Räumen haben. Mit dem Aufkommen inklusiverer Technologien, Mitfahrgelegenheiten und integrierter Mobilität ist das Potenzial für einen barrierefreien und effizienten städtischen Nahverkehr größer denn je. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Paratransit-Dienste dieselbe datengestützte Technologie nutzen, die auch in den Nahverkehrssystemen von Smart Cities zum Einsatz kommt.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Paratransit-Angebote für die Zukunft gerüstet sind. Reduzieren Sie die Zahl der abgelehnten Fahrtaufträge und steigern Sie die Produktivität mit unseren Paratransit-Lösungen.

Bild: Shutterstock / Lisa S

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